Roadtrip durch Kambotscha
Liebe Boys und Girls!
Nach dem wir wie berichtet mit etwas Schmiergeld unsere Visas in Phnom Penh abholten, machten wir uns auf den Weg in den Norden Kambotschas. Da es hier ja vor ca. 40 Jahren noch einen schrecklichen Krieg unter dem Tyran Pol Pot und den roten Khmer gab, bei dem damals ein Viertel der Bevoelkerung ausgeloescht wurde und es eine schreckliche Hungersnot gab, ist das Land noch immer sehr arm im Vergleich zu seinen Nachbarn.
Die Busse fahren hier nur am Tag, da die Strassen (wenn ueberhaupt asphaltiert) sehr schlecht sind und staendig Kuehe auf der Strasse stehen. So verbrachten wir oft heisse Stunden in voellig ueberfuellten Bussen, manchmal waren wir sogar die einzigen Farangs (=weisse Touristen) darin. Doch meisten machte das auch irrsinnigen Spass, da man auf diesem Weg das wahre kambotschanische Leben gut mitbekommt. Die meisten Haeuser hier sind direkt an der Strasse gebaut und die meisten Familien leben davon Gemuese in ihrem Garten anzubauen um es spaeter in der Hangematte liegend am Strassenrand zu verkaufen. Einmal brauchte der Bus statt 6, 11 Stunden, doch da bleiben alle sehr gelassen, denn sowas wie Stress gibts hier absolut nicht.
Wir machten einen Stop in Kratie und die seltenen und sehr scheuen Irawaddydelphine zu besichtigen. Ein paar bekamen wir sogar zu Gesicht. Dann gings in die Provinz Ratanakiri, wos schon wirklich sehr laendlich wurde. Wir mieteten ein Moped, erkundeten die Gegend, badeten in einem Vulkankratersee und duschten unter Wasserfaellen. Einmal gabs einen kleinen "Umfall" auf einem klitschigen Waldweg und einige unserer Kleidungs- und Koerperstuecke sind jetzt orange gefaerbt (denn die Erde is hier Orangebraun und das bekommt man scheinbar nie wieder raus).
Dann gings weiter auf die Viertausend Inseln im Mekong (bereits in Laos). Eine unglaublich relaxed Gegend wo sich keiner (auch wir nicht) schneller als im Zeitlupentempo bewegt und das Leben unglaublich gelassen wirkt. Diesmal erkundeten wir die Insel per Rad denn es gibt keine Strassen oder Autos. Niklas schaffte es vor mir konstant so langsam zu treten, dass ich staendig Angst hatte umzufallen.
Nun bleiben wir noch ein paar Tage in Laos bevors dann schon in unser vorletztes Land Vietnam weiter geht. Die Zeit verfliegt. aaahhh.
Allerliebste Gruesse
Babsi und Niklas
1 Comments:
also mit jedem eurer blog-updates plagt mich das fernweh wieder um ein stückerl mehr! die vereinzelten fotos vom leckeren essen spielen dabei mit sicherheit keine unwesentliche rolle. ;) nur bei dem balut ei wär ich mir nicht so sicher ... hats denn besser geschmeckt als es aussieht? hihi
apropos essen: unlängst bin ich über den umweg einer vietnam-doku auf einen bericht über die anscheinend legendären nudelsuppen der "lunch lady" gestoßen: http://gastronomyblog.com/2008/08/09/meet-the-lunch-lady/ .
ob es euch in vietnam noch nach saigon verschlägt weiß ich zwar nicht, aber ich hab mir gedacht ich geb das einfach mal so weiter.
also dann genießt das verbleibende monat noch und lg, lukas
btw. die fotos von koh tao lassen dort ein wahres boulder-paradies vermuten ...
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